Die angekündigte Schließung des H.B.-Fuller-Werks ist ein weiterer schwerer Rückschlag für den Wirtschaftsstandort Lüneburg. Nach mehreren Standortschließungen und Stellenabbauten in den vergangenen Jahren verliert die Stadt erneut Arbeitsplätze, Wertschöpfung und industrielle Substanz.
Patrick Pietruck, Kreisvorsitzender der MIT Lüneburg, erklärt dazu:
„Lüneburg darf diese Entwicklung nicht länger nur zur Kenntnis nehmen. Jeder verlorene Arbeitsplatz bedeutet weniger Kaufkraft, weniger Perspektive und am Ende auch weniger Einnahmen für unsere Stadt.“
Die Lüneburger CDU-Landtagsabgeordnete Anna Bauseneick sieht in der Entwicklung ein klares Warnsignal:
„Für die Beschäftigten und ihre Familien ist diese Nachricht zuerst ein persönlicher Einschnitt. Für Lüneburg ist sie zugleich ein Standortsignal. Wenn ein traditionsreicher Industriebetrieb geht, verlieren wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Zukunftskraft. Genau deshalb brauchen wir jetzt mehr Tempo, weniger Bürokratie und verlässliche Bedingungen für Investitionen. Mit dem vorgelegten Industriefördergesetz (Drs. 19/9905) der CDU-Landtagsfraktion zeigen wir, wie Niedersachsen wieder attraktiver für Unternehmen werden kann.“
Lüneburg braucht eine starke Wirtschaft. Wer über Kitas, Schulen, Verkehr, Mobilität und soziale Angebote spricht, muss auch sagen, wie Lüneburg dauerhaft die Einnahmen dafür sichern will.
Pietruck fordert deshalb eine klare wirtschaftspolitische Standortstrategie: bestehende Betriebe halten, neue Unternehmen ansiedeln, Gewerbeflächen entwickeln, Verkehrsinfrastruktur stärken und Genehmigungen für betriebliche Investitionen beschleunigen.
„Lüneburg darf nicht zum reinen Wohn-, Verwaltungs- und Tourismusstandort werden. Wir brauchen Handwerk, Mittelstand, Industrie und Dienstleistung. Das ist die Grundlage für Arbeitsplätze, Wohlstand und eine handlungsfähige Stadt“, so Pietruck abschließend.