Die Spritpreise steigen spürbar – und in einer Pendlerregion wie Lüneburg trifft das viele gleich doppelt: morgens zur Arbeit, abends zurück. Mittelständische Betriebe zahlen die Rechnung ebenfalls sofort, weil jede Fahrt, jede Lieferung, jeder Kundentermin teurer wird.
Auslöser ist die angespannte Lage im Nahen Osten. Die Märkte reagieren besonders nervös, weil die Straße von Hormus als zentrale Route für Öl und Gas aktuell unter Druck steht. Schon Unsicherheit reicht, damit Preise klettern – bis an die Zapfsäule.
„Viele Menschen im Landkreis Lüneburg sind auf das Auto angewiesen, um zur Arbeit zu kommen. Wenn der Literpreis plötzlich deutlich steigt spürt man das im Geldbeutel und der Wirtschaftskraft in unserer Region.“, sagt Anna Bauseneick, CDU-Landtagsabgeordnete für Lüneburg.
Auch Unternehmen geraten unter Druck: Handwerk, Logistik, Pflegedienste und Dienstleister können Fahrten nicht einfach streichen. „Steigende Mobilitätskosten fressen sich direkt in Angebote und Kalkulationen. Wer jeden Tag mit dem Transporter raus muss, kann das nicht wegdiskutieren“, erklärt Patrick Pietruck, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Lüneburg.
Die MIT Lüneburg fordert, dass die Politik in einer solchen Lage schnell prüft, wie Pendler und Betriebe spürbar entlastet werden können. "Wenn internationale Krisen die Preise treiben, muss es mindestens eine ehrliche Entlastungs-Prüfung geben – zeitlich befristet und zielgerichtet. Gerade in Pendlerregionen wie Lüneburg wäre das ein wichtiges Signal.“ so der MIT-Vorsitzende Pietruck abschließend.
Wie stark die Entwicklung wird, hängt vom weiteren Verlauf der Lage ab. Klar ist aber: Wenn die Unsicherheit anhält, drohen weitere Preisaufschläge – mit Folgen für Arbeitswege, Lieferketten und regionale Wirtschaftskraft.